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Kanton Appenzell Innerrhoden - Projekte


Begabungsförderung am Gymnasium St. Antonius, Appenzell


Das Konzept "Begabungsförderung ohne Elitebildung am Gymnasium Appenzell" wurde im Schuljahr 2003/04 nach einem Lehrer-Konvent-Beschluss gestartet und zielt auf die Begabungen von Lernenden in der 4. Klasse des Langzeitgymnasiums ab.

 

Es nimmt bewusst davon Abstand, sogenannt "Begabte" gesondert zu fördern, da es einerseits keine verlässlichen resp. praxistauglichen Instrumente für die Identifikation von Hochbegabten gibt und andererseits sich im Schulalltag viele (nicht-hochleistende) Lernende finden lassen, welche enorme (noch) nicht identifizierte Potentiale besitzen. Begabungsförderung ohne Elitebildung will diese Potentiale, aber auch die individuellen Interessen der Lernenden im Rahmen dreier im ordentlichen Stundenplan fest integrierter Wochenstunden wecken und erweitern. Das geschieht hauptsächlich durch projektartiges Enrichment für die Lernenden (Selbstständigkeit mit klaren Rahmenbedingungen), aber auch für die Betreuer (Mentoratsfunktion der jeweiligen Lehrperson).

 

Die Lernbereiche der Begabungsförderung am Gymnasium Appenzell dürfen dabei bestehende, reguläre Unterrichtsangebote nicht konkurrenzieren, jedoch sollen sie durchaus einen oder mehrere Aspekte des regulären Unterrichts herausgreifen und fokussieren. Die so von den Lernenden erworbene Expertise wird hinsichtlich der Produkt- und Prozessqualität vom Betreuenden und Lernenden selbst auf einer vierstufigen Skala eingeschätzt, miteinander verglichen und in einem Abschlussgespräch eingehend diskutiert. Eine Notengebung ist bei dieser Konzeption bewusst nicht vorgesehen - stattdessen werden Projektplan, Selbst- und Fremdbeurteilung in einem Portfolio zuhanden des Lernenden aufbewahrt.