Aktuelles - Newsletter September 2016

Informationen aus dem Netzwerk


Tagung Netzwerk und LISSA-Preis, 5. November 2016, 9.30 - 15.30 Uhr, Olten:

«Eine Aufgabenkultur, die den Kompetenzaufbau unterstützt – was bedeutet das für die Begabungs- und Begabtenförderung?»

Die gemeinsame Tagung des Netzwerks Begabungsförderung und LISSA-Preis steht vor der Tür. Im Zentrum der Tagung steht die Gestaltung von Aufgaben als wichtiger Aspekt des kompetenz-orientieren Unterrichts. Am Morgen des 5. Novembers 2016 geben die Referate von Prof. Drs. Albert Ziegler, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, und Prof. Dr. Esther Brunner, Pädagogischen Hochschule Thurgau, einen psychologischen sowie einen fachdidaktischen Einblick ins Tagungsthema. Unter Leitung von Prof. Dr. Annette Tettenborn, Pädagogische Hochschule Luzern, treten die beiden Referierenden anschliessend ins Gespräch mit den Tagungsteilnehmenden. Am Nachmittag erhalten die Teilnehmenden in verschiedenen Ateliers Impulse für die eigene Unterrichtsgestaltung. Didaktische Fragestellungen für verschiedene Bereiche und Schulstufen werden bearbeitet.
Programm und Anmeldungsmöglichkeit sind verfügbar auf → www.begabungsfoerderung.ch.

Wechsel Koordinatorin
Am 1. September 2016 habe ich (Ramona Meier) als Nachfolgerin von Silvia Grossenbacher die Koordination des Netzwerkes Begabungsförderung angetreten. Während des Studiums der Erziehungswissenschaften konnte ich als Assistenzlehrkraft im Kinder- und Jugendpsychiatrischen Dienst (KJPD) in Biel viele praktische Erfahrungen sammeln. Nach meinem Hochschulpraktikum beim Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) freue ich mich nun auf die vielfältigen Aufgaben und die Zusammenarbeit im Netzwerk Begabungsförderung. Silvia Grossenbacher wünsche ich für die Pensionierung alles Gute und viele bereichernde Erfahrungen.


Aus den Kantonen


Handreichung des Kantons Basel-Stadt

Das Erziehungsdepartement Basel-Stadt veröffentlicht unter der Leitung von Annette Bürgelin, Fachbeauftragte Begabungsförderung, zwei Handreichungen (Primarstufe und Sekundarschule) zur Begabungsförderung in der Volksschule. Die Handreichungen geben den Schulleitungen sowie Lehr- und Fachpersonen einen Überblick über Angebote und Massnahmen zur Förderung von Begabungen und hohen Begabungen im Volksschulbereich.
Zu den Handreichungen gehören zwei Anhänge (A und B). Momentan ist ausschliesslich der Anhang A mit Best-Practice-Beispielen, Anregungen und weiterführender Literatur auf der Homepage der Fachstelle Förderung und Integration verfügbar. Der Anhang B (ausserschulische Lernorte) wird zurzeit überarbeitet und erweitert und ist ab Ende September 2016 wieder zugänglich.
Vertiefte Informationen:→ www.edubs.ch.



Von andern Organisationen


Mathplatz.ch – Lernheft «mathematische Lernplätze» für ausserschulisches Lernen

Seit 2010 entwickeln Studierende der Pädagogischen Hochschule St.Gallen PHSG (Sek I) unter der Leitung der Dozenten FD Mathematik Geri Rüegg und Armin Thalmann jährlich in einer Projektwoche ein Lernheft «mathematische Lernplätze» für das ausserschulische Lernen im Mathematikunterricht der Sekundarstufe 1. Neu sind auch Lernhefte zu ausserschulischen Lernorten im Kindergarten und der Primarschule (Trogen) verfügbar. Wesentliches Ziel bei der Entwicklung der Lernhefte ist die Formulierung von Aufgaben für die Anwendung von schulischen Lerninhalten in der Alltagswelt der Schülerinnen und Schüler. Zu externen Lernorten und Lernplätzen werden Problemstellungen formuliert, die ein forschendes und entdeckendes Handeln verlangen. Die Lernhefte dienen ausserdem dazu, Schülerinnen und Schüler im selbstgesteuerten und selbstverantwortlichen Lernen zu fördern.
Ergänzende Informationen und Downloads der Lernhefte: →www.mathplatz.ch.

Videopoem.ch – Plattform für lyrisch-filmischen Ausdruck

Die Lyrikerin Svenja Herrmann («schreibstrom») und die Filmerin Bettina Eberhard haben zusammen Videopoem.ch, eine Plattform für den lyrisch-filmischen Ausdruck junger Menschen, ins Leben gerufen. In den mehrtägigen Workshops, die von den beiden Kulturschaffenden angeboten werden, können Jugendliche in der Wechselbeziehung von Lyrik und Film die Bedeutung von Poesie in Wort und Bild erleben. Die Jugendlichen schreiben ihre poetischen Fragmente oder Gedichte und entwickeln sie zu filmischen Miniaturen.
Weitere Informationen: → www.videopoem.ch.

Workshop für wissbegierige Kinder: Bionik in Niederurnen

Judith Thoma, erfahrene Primarlehrerin und spezialisiert in Begabungs- und Begabtenförderung, bietet am 16. November 2016 in Niederurnen einen Workshop zum Thema Bionik an. Kinder lernen den Begriff und seine Bedeutung in unserem Alltag kennen und führen eigene Experimente durch.
Näheres und Anmeldung: →www.judiththoma.com
Der Workshop kann auch in abgeänderter Form für Schulen oder bei genügend Kindern an einem anderen Datum gebucht werden.

Internationaler Kongress Begabungs- und Begabtenförderung 2017 in der Schweiz

Vom 14. bis 16. September 2017 findet der nächste internationale Kongress zur schulischen Begabungs- und Begabtenförderung unter dem Motto «Wo kämen wir denn hin... ? ...wenn Schulen Begabungen und Begabte fördern» am Campus Brugg-Windisch statt.
Vorträge namhafter internationaler Referentinnen und Referenten und mehr als 60 Workshops bieten Gelegenheit, aktuelle Schulentwicklungen und Erkenntnisse zur Begabungs-/Begabtenförderung kennenzulernen, neue Impulse für die Praxis zu erhalten und mit internationalen und nationalen Expertinnen und Experten ins Gespräch zu kommen. Der Kongress ist eine schweizerische und internationale Gesamtveranstaltung für alle an der Begabungs-/Begabtenförderung interessierten und beteiligten Lehr- und Fachpersonen.
Am Kongress werden verschiedene Themenpfade bearbeitet:

Zusätzlich sind Stufenforen sowie Foren für Schulleitungen und Schulbehörden vorgesehen.
Die Anmeldung ist ab Februar 2017 möglich. Frühbucher und Schulteams (ab 10 Personen) profitieren von günstigeren Kongressbeiträgen. Im Jahr 2017 findet kein anderes Kongressformat zur Begabungsförderung statt.
Programm und laufend aktualisierte Informationen: → www.BegabungsfoerderungKongress.ch.



International


«Chancen bieten und ergreifen» – Internationaler Kongress zu Fragen der Begabungs- und Exzellenzförderung am ÖZBF in Salzburg – rasch anmelden!

Im Fokus des Kongresses vom 20. - 22. Oktober 2016 steht die aktive Gestaltung von begabungsförderlichen Strukturen durch und für jeden Einzelnen. Die Zielsetzung des Kongresses ist, zentrale Positionen der Bildungsgestaltung und Begabungsverantwortung zu transportieren, gemeinsam mit den Kongressteilnehmerinnen und -teilnehmern diese zu diskutieren und neu zu generieren. Neben Hauptvorträgen von Roland Grabner (Universität Graz), Margaret Sutherland (University of Glasgow) und Christine Pauli (Universität Freiburg CH) können die Kongressteilnehmenden in Workshops und Vorträgen Vertiefungen in fünf Themenfeldern wählen:

Zusätzliche Informationen und Anmeldung: → www.oezbf.at.


Rezensionen


High Ability Studies, 1/2016

Anknüpfend an die vorherige Nummer (siehe Newsletter vom März 2016) ist auch die aktuelle Ausgabe der HAS den motivationalen und emotionalen Aspekten im Zusammenhang mit dem Lernen Hochbegabter gewidmet. Obergiesser und Stöger beleuchten den Einfluss von Emotionen und Lernstil-Präferenzen auf die Anwendung von Lernstrategien bei Primarschülern, die kurz vor dem Übertritt ins Gymnasium stehen. Ihre Untersuchung ergab, dass diese hoch leistenden Kinder nur zu gut einem Drittel selbstreguliertes Lernen einem fremdbestimmten bzw. impulsiven Lernstil vorziehen. Weiter zeigte die Untersuchung ein interessantes Zusammenspiel von Lernstil-Präferenzen und Emotionen. So empfanden beispielsweise Schülerinnen und Schüler, die selbstreguliertes Lernen bevorzugten, mehr Lernfreude und weniger Langeweile. Vladut, Vialle und Ziegler berichten von zwei Untersuchungen, die sich mit verschiedenen ressourcenorientierten Motivationsstrategien von Lehrpersonen begabter Jugendlicher befassten. Während die eine (homöostatische) Strategie eher auf die Stabilisierung des Aktiotops durch Stärkung von Robustheit und Resilienz abzielt, strebt die zweite (allostatische) Strategie eher Wachstum und Entwicklung des Aktiotops an. Die Untersuchungen stehen im Zusammenhang mit einer in der Begabtenförderung aktuellen Auseinandersetzung um die Frage, ob primär ausserordentliche Leistungen gefördert werden sollen, oder ob eher die Bedürfnisse der Begabten zu befriedigen seien. Die Forschenden können zeigen, dass die beiden von ihnen untersuchten Strategien komplementär wirken und zum Erfolg führen können. McCoach, Newton, Siegle, Baslanti und Picho gehen der Frage nach, ob eine tiefe Motivation zu haben gleichbedeutend sei, wie nicht über eine hohe Motivation zu verfügen. Hinter dieser ungewöhnlichen (und müssig erscheinenden) Fragestellung steht der Vergleich zweier Tests, die Motivation und Einstellungen zur Schule sowie zu schulischem Lernen und Leisten messen, wobei der eine positive, der andere aber negative Formulierungen enthält. Zwar messen beide das gleiche zugrundeliegende Konstrukt, doch stellen sich die AutorInnen kritische Fragen zur Kombinierbarkeit der Testskalen. Im letzten Beitrag beschäftigen sich Fugate und Gentry mit fünf hochbegaten Mädchen, die an ADHS leiden. Anhand von Tiefeninterviews gehen sie der Frage nach, wie die Mädchen während ihrer Mittelschulzeit zurechtkommen und leiten daraus Handlungsanweisungen für Eltern und Lehrpersonen im Umgang mit diesen zweifach besonderen Mädchen ab.


Redaktionsschluss Netzwerkinformationen
edaktionsschluss für den vierten Newsletter 2016 ist am 11. Dezember 2016. Beiträge bitte bis zu diesem Datum an die untenstehenden Adressen senden. Danke!

Wir wünschen allen Netzwerk-Mitgliedern einen farbenfrohen und milden Herbst!
Andrea Jossen, Silvia Grossenbacher und Ramona Meier



Schlusspunkt

Mit diesem Newsletter verabschiede ich (Silvia Grossenbacher) mich definitiv vom Netzwerk Begabungsförderung und seinen Mitgliedern. Ich bedanke mich bei Ihnen allen ganz herzlich für die jahrelange fruchtbare Zusammenarbeit. Ich wünsche Ramona Meier bei ihrer Arbeit viel Freude und dem Netzwerk Begabungsförderung weiterhin viel Erfolg!


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Kontaktpersonen: Andrea Jossen, Web (062 858 23 90) und Ramona Meier, Koordinatorin (062 858 23 92).
E-Mail-Adresse: begabungsfoerderung[at]swissonline.ch.
Auch unter der folgenden Adresse sind wir zu finden: info[at]begabungsfoerderung.ch