Aktuelles - Newsletter Dezember 2013

Informationen aus dem Netzwerk

 

Tagung Lehrplan 21 und Begabungsförderung – Rückblick mit Freude

Am Samstag, 26. Oktober 2013, fanden rund 200 Personen den Weg an die Pädagogische Hochschule in Zürich zur gemeinsamen Tagung von Netzwerk Begabungsförderung und LISSA-Preis. Gute Stimmung, grosse Aufmerksamkeit für die Hauptreferate, angeregte Diskussionen in den Ateliers – so lässt sich der Eindruck von der Tagung ganz kurz zusammenfassen. Wer nicht dabei sein konnte oder wer noch einmal etwas nachschlagen möchte, findet die Unterlagen unter:
www.begabungsfoerderung.ch.

 

Begabungsförderungskongress 2014: Call for Papers

Die Vorbereitungen zum internationalen Kongress für Begabungs- und Begabtenförderung 2014 in der Schweiz schreiten voran. Der Kongress wird vom 4. bis 6. September 2014 an der Pädagogischen Hochschule FHNW im neuen Campus Brugg-Windisch stattfinden.
Die Hauptvorträge, Workshops und Diskussionsforen gruppieren sich in vier Lernpfade:


Interessierte, die einen Workshop oder eine Präsentation zu einem der vier Pfade anbieten wollen, können unter → www.begabungsförderungkongress.ch ein Formular finden, um ihr Abstract einzutragen. Die Eingabefrist dauert bis zum 31. Dezember 2013. Die Einsendung erfolgt an claudia.keller@fhnw.ch. Die Anmeldung zum Kongress wird ab Februar 2014 möglich sein.


Informationen von anderen Organisationen

MEMO: 7. LISSA-Preisausschreibung läuft
Bis zum 1. April 2014 läuft die Eingabefrist für Interessierte, die sich um den LISSA-Preis bewerben möchten. Teilnahmeberechtigt sind Projekte an Schulen aller Klassenstufen, vom Kindergarten bis zum 13. Schuljahr, einschliesslich Schulen für berufliche Ausbildung.
Weitere Infos zu Preis und Ausschreibung sind zu finden unter → www.lissa-preis.ch.

K’Werk Bildschulen für gestalterisch interessierte Kinder und Jugendliche
Mit der Bezeichnung Konferenz Bildschulen Schweiz wird sich im 2014 eine neue Vereinigung gründen, welche sich heute aus drei ideell miteinander verknüpften Bildschulen konstituiert. Die Vereinigung setzt sich für die ästhetische Bildung von Kindern und Jugendlichen sowie für deren vertiefte Auseinandersetzung in kreativem Arbeiten ein. Sie will das Netzwerk der Bildschulen systematisch stärken und die junge, visionäre Idee weiter ausbauen. Auch entwickelt und kontrolliert die Konferenz die Qualitätsstandards.
Die Bildschulen verstehen sich als Werkstätten für Kinder und Jugendliche, welche sich neben dem obligatorischen Schulunterricht gestalterisch vertiefen wollen. Die K’werk Bildschulen verfolgen neue Formen der Lehr- und Lernkultur und wollen die Kursteilnehmenden zu einer kritischen Auseinandersetzung innerhalb der visuellen Sprache anregen. Sie bieten den Kindern und Jugendlichen ein Raum- und Zeitgefäss und unterstützen deren schöpferische Entwicklung massgebend durch die fachkompetente Begleitung innerhalb des prozessorientierten Unterrichts.
Die Startseite www.bildschulen.ch, ab Frühling 2014 im Netz, wird über ein direktes Linkverzeichnis zu den verschiedenen kantonalen Angeboten und Standorten verfügen.

TalentFocus – Individuelle Begabungsprofile
«Wenn wir unsere Schülerinnen und Schüler wie auch junge Sport- oder Musiktalente optimal und nachhaltig fördern wollen, sollten wir deren Persönlichkeit mehr Beachtung schenken.»
Seit 2007 erfasst die Firma stradale leistungsrelevante Persönlichkeitsmerkmale (u.a. Arbeitshaltung, Stressbewältigung, Zielorientierung, Leistungsmotivation, Umgang mit Erfolg bzw. Misserfolg) von jungen Talenten zwischen 11 und 19 Jahren. Unterdessen sind in den Kantonen Thurgau, Zürich, St. Gallen und Aargau rund 640 Begabungsprofile erstellt und analysiert worden. Dank diesem Tool werden die Selektion und die Förderung der Talente professionell und wirkungsvoll unterstützt.
Neu steht TalentFocus auch im Bereich Schule zur Verfügung. So können Eignungsabklärungen optimiert und die Persönlichkeitsentwicklung der Schülerinnen und Schüler unterstützt werden. Vertiefende Bausteine wie Denkstil-Analysen, Fachberatung Begabungsförderung, Mentaltraining, Familienberatung, u.a. können bei Bedarf beliebig ergänzt werden.
Weitere Informationen unter → www.talentfocus.ch oder → www.stradale.ch.
Kontakt: info@stradale.ch, 052 721 53 89.

KinderUni® des EHK: Programm 2014
Auch im kommenden Jahr bietet die KinderUni® des Elternvereins für hochbegabte Kinder ein abwechslungsreiches Programm mit Tages- und Zweitagesanlässen sowie dem Sommercamp im Juli 2014. Weitere Informationen zur KinderUni® und das detaillierte Programm sind abrufbar unter →www.kinderuni.org.

Schweizerische Alpine Mittelschule Davos SAMD ausgezeichnet
Für ihre Aktivitäten im Bereich von Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) wurde die SAMD mit dem MINT-Preis 2013 ausgezeichnet. Dieser wurde ihr im Rahmen des
4. Schweizer Tages für den Informatikunterricht von der ETH Zürich verliehen.


Internationales

 

Save the date: ECHA-Conference 2014 in Ljubljana
Die 14. Konferenz des European Council für High Ability ECHA wird vom 17. bis 20. September 2014 in Ljubljana (Slowenien) stattfinden. Die Konferenz widmet sich dem Thema «Re-thinking giftedness: giftedness in the digital age». Gestützt auf theoretische Erkenntnisse, empirische Forschungsergebnisse und praktische Erfahrungen wird die Konferenz Möglichkeiten und Herausforderungen ergründen, die sich im digitalen Zeitalter für die Begabungsförderung über die Lebensspanne hinweg ergeben. Für Präsentationen stehen fünf verschiedene Formate zur Verfügung: Symposien, Papers, Posters, Workshops und Demonstrationen.
Einreichungsfrist für Präsentationen ist der 30. April 2014.
Elektronische Formulare sind 2014 verfügbar (→ www.echa2014.info).
Detaillierte Informationen zur Konferenz und einladende Bilder vom Konferenzort sind bereits zu finden unter → www.echa2014.info/.

Interaktive Plakate des ÖZBF für Schule und Vorschulbereich
Das Österreichisch Zentrum für Begabtenförderung und Begabungsforschung hat zwei Plakate kreiert, auf denen die gängigen Methoden der Begabungs- und Exzellenzförderung beschrieben werden. Diese Plakate sollen für die Thematik sensibilisieren und den beschriebenen Methoden Eingang in die pädagogische Praxis verschaffen. Die Plakate sind unter → www.oezbf.netl zum Download bereit.


Publikationen

 

High Ability Studies 2/2013
Die aktuelle Nummer des ECHA-Journals beginnt mit einem Beitrag von Matthews, Ritchotte und McBee (USA) zu verschiedenen Förderformen für begabte Primarschulkinder. Ein Versuch mit «cluster grouping» im Schulhaus zeigte Erfolg im Bereich Mathematik, nicht aber im Bereich Lesen. Händel, Vialle & Ziegler referieren eine explorative Studie zu Einstellungen, die Schüler/innen aus deutschen Gymnasialklassen gegenüber begabten Klassenkamerad/innen hegen. Die Untersuchung zeigt, dass in Mathematik und naturwissenschaftlichen Fächern begabte Schülerinnen und Schüler als intelligenter und gewissenhafter, doch weniger sozial orientiert gelten, als in Sprachen begabte und insbesondere als sportlich begabte Jugendliche. Die Forschenden befürchten, dass Jugendliche davor zurückschrecken könnten, hohe Begabungen in Mathematik und Naturwissenschaften offenkundig werden zu lassen, und plädieren daher dafür, den erkannten Stereotypen entgegenzuwirken. Scager, Akkerman, Pilot und Wubbels berichten von einer Befragung begabter Studierender an einer anspruchsvollen, sehr selektiven nieder-ländischen Universität. Gefragt wurde nach den Merkmalen von Kursen, welche die Studierenden als besonders herausfordernd empfunden hatten. Es zeigte sich, dass die drei Faktoren Autonomie, Komplexität und hohe Erwartungen der Dozierenden die Lehrveranstaltungen als herausfordernd erscheinen liessen, insbesondere wenn sie alle drei gegeben waren. Der vierte Beitrag ist einer Studie von Gomez-Arizaga und Conejeros-Solar (USA) gewidmet, die das Erleben von begabten Schülerinnen und Schülern nach dem College-Eintritt untersuchten. In einem theoretischen Beitrag denkt Woolcott (Australien) über ein neues Verständnis von Lernen, Begabung und Begabungsförderung nach, das Erkenntnisse aus Neurowissenschaften, Systemtheorie und dem Bereich der Informationsverarbeitung integriert. Schliesslich analysieren Smith und Weir (Kanada) den Alterseffekt (relative age effect) auf den sportlichen Erfolg im Damen-Hockey in diversen Alterskategorien.

Stöcklin-Riedlinger, Verena (2012). Individualisieren – differenzieren. Begabungs- und Begabtenförderung im Kindergarten und in der Grundstufe.
Ein Ordner, handlich und perfekt gestaltet, liefert Planungshilfen zur integrierten Begabungs- und Begabtenförderung im Kindergarten. Ausgehend von den multiplen Intelligenzen nach Gardner führt die Autorin systematisch ein in ein Vorgehen, das auf beliebige Themen anwendbar ist und damit die Freiheit und Kreativität der Lehrpersonen nicht einschränkt. Gleichzeitig sind die Umsetzungsbeispiele so präzise beschrieben, dass eine Transformation ins eigene Repertoire problemlos möglich ist, zumal alle im Kindergarten vorhandenen Spielmaterialien eingesetzt werden können. Einführend präsentiert die Autorin Grundlagen der Begabungsförderung, insbesondere Differenzieren nach Interessen und Niveau, Methodentraining, Enrichment sowie Selbstreflexion und Dokumentation mit Portfolio. Eine auf diesen Grundlagen basierende Unterrichtsgestaltung wird begründet und mit Umsetzungsbeispielen illustriert. Die Arbeit der Lehrpersonen wird mit sorgfältig gestalteten Kopier- und Präsentationsvorlagen erleichtert. Der Ordner kann für 48 Franken beim Verlag ProKiga Winterthur bestellt werden (→ www.prokiga.ch).


Redaktionsschluss für den nächsten Newsletter (April 2014) ist am 11. März 2014.
Beiträge bitte bis zu diesem Datum an die unten stehenden Adressen senden. Danke!


Wir wünschen allen Netzwerk-Mitgliedern frohe erholsame Festtage und
einen guten Start ins Jahr 2014!


Andrea Jossen und Silvia Grossenbacher



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